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DRUCKMUSEUM
Graz - Austria - Tel.+43.664.3007958 - Fax: +43.316.421646 - E-mail: elis.management@aon.at

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Flachdruck

Prinzip
Druckverfahren, das darauf aufbaut, dass Fett und Wasser einander abstoßen. Die druckenden und nicht druckenden Stellen liegen in einer Ebene. Durch eine chemische Vorbehandlung nehmen die druckenden Stellen Fett, also Farbe, an und stoßen Wasser ab, während die nicht druckenden Stellen umgekehrt Wasser anziehen und Farbe abstoßen.

Sternpresse Steindruckpresse
Sternpresse

Lithographie
1796 durch Alois Senefelder in München erfunden. Die Oberfläche des Lithographiesteines aus porösem Solnhofener Kalkschiefer wird geschliffen und mit Sand gekörnt. Vom Lithographen wird dann mit fetthaltiger Kreide oder Tusche die Zeichnung seitenverkehrt aufgetragen. Anschließend wird die Steinoberfläche mit einer Lösung aus Gummiarabikum und verdünnter Salzsäure angeätzt und so die bildfreien Stellen Fett abweisend, also wasserfreundlich gemacht.
Senefelder Senefelder
Manuskript, Federzeichnung und Silberdruck von Alois Senefelder  



1839 Joseph Lanner, Lithographie von Kriehuber / 1847 Lithograph August Prinzhofer /

Toulouse-Lautrec
1893 Farb-Lithographie von Toulouse-Lautrec für das Album "L'Estampe Originale", Tänzerin Jane Avril betrachtet den Probeabzug bei Drucker Pere Cotelle /


1899 Lithograph Fritz Silberbauer in der Firma Senefelder / 1934 Ferdinand Pamberger, Lithografische.Kunstanstalt.Wien
 


Das Aufbringen der Zeichnung kann auf verschiedene Weise erfolgen:
Federlithographie: Federzeichnung mit lithographischer Tusche.

Pinsellithographie: Pinselzeichnung mit Lithographietusche.
Kreidelithographie (Crayonmanier oder Kornzeichnung): Zeichnung mit Lithokreide.
Lithokreide Lithografie Solnhofer Schiefer Steindruck
Schabkunstverfahren: Auf die mit Lithotusche eingefärbte Steinoberfläche wird mit Nadel und Schabeisen gezeichnet.
Gravierkunst: Die Steinoberfläche wird mit einer Schicht aus Asphalt, Wachs, Ruß oder Rötel grundiert, die Zeichnung mit einer Nadel eingeritzt und mit Salpetersäure angeätzt.
Aussprengverfahren (Reservage): Die Zeichnung wird mit einer Lösung aus Zuckerwasser oder Gummiarabikum auf die Steinoberfläche aufgebracht und diese dann mit einer Tusch- oder Kreideschicht abgedeckt. Durch das anschließende Ätzen wird der Zucker bzw. das Arabin aufgelöst und sprengt an den Stellen der Zeichnung die Deckschicht ab.
Direktätzung: Die Tuschfläche des Steines wird durch die mit einem Glasborstenpinsel aufgetragene Säure direkt aufgelöst.
Umdruckverfahren (Autographie): Die auf ein mit einer Kleisterschicht präpariertes Papier aufgebrachte Tusch- oder Kreidezeichnung wird auf die Oberfläche des Steines abgeklatsch
t.

Daguerreotypie (Fotographie): Dieses erste kommerziell nutzbare Fotografieverfahren wurde nach dem französischen Maler Louis Daguerre benannt, der das Verfahren 1839 mitentwickelte. Auf die versilberten und lichtempfginglich gtemachten Kupferplatten wird ein Motiv durch das, durch das Objektiv einer Kamera einfallende Licht auf die Plattenoberfläche seitenverkehrt projiziert, wobei das Silberhalogenid der belichteten Stellen zu metallischem Silber reduziert wird. Nach der anschließenden Entwicklung mit Hilfe von Quecksilberdämpfen oder einer Zyankali-Lösung, bei der sich die verbliebenen lichtempfindlichen Silbersalze auflösten, entstand ein äußerst lichtbeständiges, hellgraues Bild. Die Daguerreotypie ermöglichte erstmals eine farbtreue Reproduktion fein nuancierter Bilder, die mit der Lupe betrachtet kleinste Details zeigen.


Steindruck
(Chemischer Druck)
Der Druckvorgang erfolgt direkt vom angefeuchteten und eingefärbten Lithostein auf das zu bedruckende Material.

Lithostein  Lithopresse
                                                                                                        Lithopresse aus dem Jahre 1850

Lichtdruck
1855 Erfindung durch Alphons Louis Pointevin. Verfahren zur Wiedergabe echter Halbtöne ohne Raster. Der Druck erfolgt von mit Chromgelatine vorbehandelten Glasplatten.
Chromolithographie de Giorard, 1901


Offsetdruck
Indirektes Flachdruckverfahren, bei welchem der Druck über einen zwischen geschalteten Gummizylinder durchgeführt wird. 1905 durch den Amerikaner W. Rubel entdeckt.

Offsetdruck

Blechdruck
Bedrucken von Weißblech oder Aluminiumtafeln.

Metallplattendruck
Druck von einer direkt bearbeiteten Offsetplatte.

Literatur
Ludwig, Alfred: Die Höhere Graphische Bundes-Lehr- und Versuchsanstalt in Wien. In: Der Druckspiegel, Heft 12. Stuttgart, 1963.